Windsurfen Foil

Die Sportart, bei der du Flügel bekommst. Stelle dir hier dein perfektes Foil-Set zusammen, bestehend aus dem Foil, Board und Segel. Du hast die Wahl zwischen einem Carbonfoil und Alufoil, verschiedenen Mastlängen und Flügelgrößen. Da ist bestimmt das Richtige für dich dabei.

  • Zustand
    neu
  • Einsatzbereich Windsurfen
    Freeride
    Freeride
    Race
    Race
  • Segelgröße in m²
    4.5 - 4.9
    5.0 - 5.4
    5.5 - 5.9
    6.0 - 6.4
    6.5 - 6.9
    7.0 - 7.4
    7.5 - 7.9
    8.5 - 8.9
    9.0 - 9.4
    9.5 - 9.9
    10.0 +
  • Volumen in Liter
    105 - 109
    120 - 124
    125 - 129
    130 - 139
    140 - 149
    150 - 159
    160 +
  • Verfügbarkeit
    Auf Lager
    Auf Lager
    Nur online verfügbar
    Nur online verfügbar
  • Hersteller
    Duotone
    Duotone
    Neilpryde
    Neilpryde
    Lorch
    Lorch
    Starboard
    Starboard
    RRD
    RRD
    JP
    JP
    Fanatic
    Fanatic
  • Modelljahr

Fliegen über dem Wasser – das ist Foiling

Foilen ist einer der wiederentdeckten, im Trend stehenden Sportarten ab dem Jahr 2016. Die Foils kommen bei vielen Sportarten zum Einsatz wie beim Windsurfen, Segeln, Surfen, Stand Up Paddeling oder Kiten. Doch ursprünglich gab es das Foil schon vor hunderten von Jahren, wo sie bei Tragflügelbooten eingesetzt wurden. Jetzt sind sie wieder populär. Man könnte fast sagen:

“Es hat wieder Fahrt aufgenommen” – wortwörtlich. Denn wenn du dich auf dem Wasser schwebend fort bewegst, kannst du wahnsinnig hohe Geschwindigkeiten erreichen, auch ohne viel Wind, da dein Brett durch das Foil einen geringen Widerstand hat.
Im nachfolgenden Text kannst du dich als Einsteiger in die Sportart Foiling einlesen oder dein Wissen vertiefen, wenn du schon Fortgeschrittener bist.

Was ist das genau, das “Foiling”?

Windsurffoils versprechen eine neue Art des Windsurfens. Warum das so ist und wie die neue Technologie funktioniert findest du hier.

Was man von manchmal hört sind skeptische Kommentare. Manche vielleicht auch begründet, doch man sollte es zumindest ausprobieren bevor man darüber urteilt. Kritiker haben viele Argumente bezüglich Foils:

  • Zu teuer
  • Sie müssen alle ihre Surfausrüstung aufrüsten
  • Es wird nie Surfen bei 20 Knoten und Wellen ersetzen
  • Es ist langweilig, zu einfach zu erlernen
  • Es ist so statisch, dass es kein Sport mehr sei
  • Mögliche Verletzungen aufgrund der scharfen Kanten vom Foil

Dass sich diese absurde Low-Wind-Beschäftigung eines Tages durchsetzen würde, war noch vor nicht allzu langer Zeit unvorstellbar.

Was ist denn überhaupt ein Hydrofoil?

Das Hydrofoil, oder auch nur Foil genannt, hebt Surfbretter ab einer gewissen Geschwindigkeit aus dem Wasser. Die Tragfläche hat eine Aerodynamik, welche einem Flugzeugflügel sehr ähnelt. Diese Tragflächen sitzen am Ende einer langen Finne und erzeugen den nötigen Auftrieb, um letztendlich über das Wasser zu schweben.
Bei weniger Wind kann man sich mit einem Foil wesentlich schneller fortbewegen. Du fühlst dich als würdest du fliegen. Es beschert dir eine sehr sanfte und leise Fahrt und macht solche Momente unvergesslich.

Die Bestandteile eines Foils

Die Bestandteile am Foil


Mount oder Finnenbox

Die Finnenbox am Foil

Die Finnen-Box der meisten Foils ist eine Deep Tuttle-Box. Das ist bis dato der branchenweite Standard. Jedoch sind Foils mittlerweile für allen möglichen Finnenboxen oder sogar speziellen Foilboxen erhältlich. Jeder Hersteller verfolgt hier unterschiedliche Philosophien.

Eine Deep Tuttle-Box hat den klaren Vorteil, dass viele Boards am Markt zu dieser Form passen. Der Nachteil ist aber beispielsweise die fehlende Trimmmöglichkeit. Die Position des Foils unter dem Board ist fix, was nicht ideal ist, um auf verschiede Windbedingungen, Segel oder gar Fahrer zu reagieren.

Eine Art Schienensystem bietet den Vorteil der Variabilität. Jedoch passen dann oft nur das Board und das Foil vom selben Hersteller zusammen, was die Auswahl extrem einschränkt. Auch ist man völlig an die Marke gebunden und ein “normales” Surfen ist oft mit diesen speziellen Boxen nicht mehr möglich.

Wir können dir nur raten, dein Board vor der Anschaffung genau zu prüfen und die Kompatibilität mit dem Foil wirklich zu 100% sicher zu stellen. Dann kann der Urlaub auch ohne viel Stress beginnen.

Der Mast und die richtige Masthöhe

Der Mast Windsurf Foil

Wenn du Probleme mit Flachwasser hast, stelle sicher, dass der Mast deines Foils kurz genug ist. Wenn der Großteil deines Gewässers nur 30" tief ist, kaufe dir kein Foil mit einem 36" Mast. Oder suche einfach nach einem anderen Ort mit tiefem Wasser. Was die Fahrt auch etwas beeinträchtigen kann, ist die Masthöhe, besonders bei Anfängern.

Unterschiede zwischen einem kurzen und lange Masten:
Lange Masten haben einen großen Sweetspot - anders gesagt, es gibt mehr Platz für dich, um in Flughöhe auf und ab zu gehen, ohne, dass das Board das Wasser berührt oder die Flügel die Wasseroberfläche durchbrechen.

Kurze Masten haben einen kleineren Sweetspot und du wirst feststellen, dass du weniger Reaktionszeit zwischen Aufsetzen auf dem Wasser und Durchbrechen des Flügels hast.
Die Kehrseite ist, dass du mit einem kurzen Mast eine geringere Hebelwirkung hast, so dass es schwieriger ist, die vertikale Richtung zu ändern. Viele Surfer haben festgestellt, dass kurze Masten aufgrund dieses Faktors leichter horizontal zu steuern sind. Zudem ist ein Sturz aus niedriger Höhe nicht so schlimm.

Fuselage oder auch Rumpf genannt

Der Fuselage Windsurf Foil

Die Fuselage verbindet im wesentlichen den Front und Backwing mit dem Masten. Dessweiteren hat aber auch die Länge einen Einfluss auf das Fahrverhalten des Foils. Generell kann man sagen, dass je länger die Fuselage ist, desto stabiler und spurtreuer wird das Foil. Und umgekehrt, wenn die Fuselage sehr kurz ist, fühlt sich das Foil ansprechender und manövrierfähiger an – jedoch auf Kosten der Stabilität.

Der Flügel und die Flügelgröße

Der Frontwing Windsurf Foil

Im Allgemeinen haben größere Flügel mehr Auftrieb bei langsameren Geschwindigkeiten. Kleinere Flügel benötigen mehr Geschwindigkeit, bevor sie Zugkraft und Auftrieb bekommen können. Wenn du also schwer bist oder bei sehr schwachem Wind foilen möchtest, solltest du dir ein Foil mit einem großen Frontflügel besorgen.
Wenn du leichter bist oder wenn du vorhast bei stärkeren Winden auf das Wasser zu gehen, dann nehme ein Foil mit kleineren Flügeln.

Die Größe und Form des Frontflügels ist wahrscheinlich der wichtigste Teil.

Ein großer Frontflügel ist optimal für leichte Windverhältnisse und Einsteigern, aber sobald der Wind aufkommt, wird es schwierig, das Board zu kontrollieren (es ist wie wenn du bei starkem Wind eine lange Finne an dein Slalomboard setzt, das Board wird schwieriger in der Handhabung).

Die Größere Fläche hat mehr Auftrieb und ist daher gerade bei Leichtwind-Bedingungen ideal. Das Foil bekommt schnell einen Lift und man beginnt schneller zu fliegen. Das Ziel ist nicht Geschwindigkeit, sondern Kontrolle und frühes Abheben.

Ein kleiner Frontflügel erzeugt weniger Leistung und es ist möglicherweise schwerer zu fliegen (d.h. man braucht mehr Wind oder mehr Pumppower, um eine höhere Geschwindigkeit zu erreichen). Es wird jedoch schneller und stabiler bei starkem Wind. Der Grund ist, dass man an der kleineren Fläche weniger Strömungswiderstand hat, was das Foil instabil und langsam macht.

Einige Foilhersteller bieten mehrere Frontflügel in ihrer Ausstattung an: Große Flügel für leichte Windverhältnisse und kleine Vorderflügel für stärkere Windverhältnisse; schnell austauschbar bei wechselnden Windverhältnissen.

Der Stabilisator / Heckflügel

Der Heckflügel Windsurf Foil

Der Rearwing funktioniert wie der hintere Flügel eines Flugzeuges. Der Winkel des Stabilisators gibt dir den Auftrieb und die Fähigkeit zu fliegen.
Die modernsten Foils bieten die Möglichkeit, den Winkel des Stabilisators einzustellen:

  • Bei leichtem Wind würdest du den Winkel des hinteren Flügels steiler stellen, damit du früher aus dem Wasser kommst. Der größere Widerstand am Flügel sorgt für mehr Sog und damit für Auftrieb.
  • Wenn der Wind stark ist, musst du den Stabilisator mit einem flacheren Winkel einstellen, da die Geschwindigkeitssteigerung das Foil auf natürliche Weise anhebt und die Rolle des hinteren Flügels nur darin besteht, das Board zu "stabilisieren".

Der Aufbau eines Foils

Bei der Art und Weise wie ein Foil aufgebaut ist unterscheidet man vier Arten. Die Modularen und die feste Komponenten, als Werkstoff kommen Aluminium oder Carbon zum Einsatz. Jeder der Konstruktionen hat ihre Vor- und Nachteile, welche dir nachfolgend aufgeführt werden.

Die Modular-Foils sind ziemlich praktisch, wenn du verschiedene Spots und unterschiedliche Bedingungen, sowie Boards ausprobierst, weil du dein Setup durch Austauschen der Wechselteile fein einstellen kannst. Der Nachteil ist, dass es normalerweise mehr routinemäßige Wartungen gibt, und es könnte mehr Zeit brauchen, um alles vor deiner Session zusammenzubauen.

Die festen Mastfoils sind viel einfacher - es ist was es ist, also steck einfach die Flügel an und gehe auf’s Wasser. Diese Foils werden normalerweise auch weniger Wartung benötigen, besonders wenn sie aus Kohlenstoff hergestellt sind.

Viele der Aluminiumfoils sind wirklich einfach auseinander zu nehmen und sind mit einer Vielzahl von austauschbaren Flügeln, Mastlängen, Rümpfen und mehr ausgestattet.

Viele der Carbonfoils sind in ihrer Haptik "fester", manchmal sogar mit einer einteiligen Mast- oder Rumpfeinheit, an welche die Flügel montiert werden. Die meisten Foils haben mehrere Flügeloptionen die jeweiligen Windgeschwindigkeiten und Fahrergrößen.

Aluminium versus Carbon Foils

Ein Thema was viele Surfer und angehende Foiler beschäftigt, ist die Wahl des richtigen Materials beim Foilkauf.

→ Brauche ich denn ein Carbon-Foil oder reicht auch eines aus Aluminium? Können diese schweren Aluminium-Foils denn überhaupt Spaß machen? Ist Carbon in jedem Fall besser? Diese Fragen werden wir dir im Folgenden beantworten.

Die günstigere Alternative ist ein Alufoil, die normalerweise mit Aluminiumflügeln und einem Aluminiummast und -rumpf ausgeliefert werden. Diese Foils sind eher "modular" – das bedeutet, dass die Teile auseinander gebaut und ausgetauscht werden können. Zudem kannst du auch verschiedene Boards verwenden, indem du die Halterung an der Oberseite des Mastens mit einem passenden Aufsatz auswechselst.
Oftmals passen sie für jede Art von Finnenkasten. Aber Achtung!

Prüfe unbedingt vor der ersten Flugstunde, dass dein Board entweder Foiltauglich ist, oder keinen hohen materiellen Wert hat. Nur wenn die Box des Boards verstärkt ist, lässt sich das gute Board auch zum schweben bringen, ohne es gleich in den Board-Himmel zu verfrachten. Es ist ein kostengünstiger und effektiver Weg in das Thema Foil einzusteigen, ohne zu viel zusätzliche Ausrüstung anzuhäufen. Ideal für Neugierige oder angehende Hobby Foiler.

Vollcarbon-Foils sind in der Regel teurer, haben aber einige Vorteile gegenüber den kostengünstigeren Aluminium-Optionen.
Erstens sind sie stärkere und langlebiger, da Kohlenstoff nach häufigem Gebrauch nicht so schnell brechen kann, wie Aluminium.
I.d.R. gibt es kaum Routinewartungsarbeiten an einem Carbonfoil. Es ist nicht erforderlich, alle Teile zwischen den einzelnen Sessions zu demontieren oder es von Salzablagerungen zu befreien.

Im Hinblick auf die Leistung können Designer leichter mit Carbon eine Perfektion erlangen, als mit Aluminium möglich ist. Wenn man einen bestimmten Flex an einer sehr präzisen Stelle eher weich oder an einer anderen Stelle sehr steif machen möchte, ist es ziemlich einfach, dies mit Carbon zu erreichen.
Was das Gewicht sind die Carbonfoils gegenüber den Aluminiumfoils klar überlegen. Hieraus resultieren dann auch wieder positive Fahreigenschaften wie das schnelles Angleiten und das leichtere Handling.

Insgesamt kann man also aus sportlicher Sicht her sagen, dass ein Carbonfoil ein Muss für jeden Windsurf-Foiler ist, der das Foilen nicht als Nebenbeschäftigung, sondern als Sport sieht. Als Hinweis möchten wir noch mitgeben, dass durch ein Foil die Segel durchaus 1-1,5 qm kleiner gewählt werden können, ohne einen Verlust an Spaß oder Glidepower zu spüren.

Daher sparen sich mittlerweile viele Kunden die Anschaffung eines größeren Segels samt passender Gabel und Mast und investieren lieber in ein Foil. Handlicher als ein komplettes Rigg ist es allemal und alle kennen ja den Spruch:
Nur Foilen (Fliegen) ist schöner.

Das Windfoilboard

Neben dem Foil stellt das Board die wichtigste Komponente zum Erfolg im Folien dar. Die richtige Form ist entscheidend. Warum daher nicht immer der alte Schinken aus der Garage taugt um folien zu lernen, erfährst du hier gleich. Wieso brauche ich also ein spezielles Foil Board? Tut es denn nicht auch mein altes Surfbrett?

Viele Windsurf-Marken haben inzwischen eine eigene Windfoil-Kollektion mit speziellen Windfoil-Boards auf den Markt gebracht. Diese Boards können auch als normales Windsurfbrett verwendet werden, besonders wenn der Wind stärker wird und es schwierig wird, das Foil zu kontrollieren.
Das sind die Hauptmerkmale eines Windfoilboards:

  • Klein und breit (ca. 245 cm x 73 cm)
  • Viel Volumen ( < 140 Liter)
  • Besonders breit am Tail des Boards
  • Ideale Position der Fußschlaufen für Windfolie
  • Verstärkte, tiefe Tuttelfinbox oder andere zum Foilen geeignete Systeme

Es gibt jedoch einige extrem wichtige Features, die dein Board haben muss, um ein optimales Erlebnis mit deinem Foil zu ermöglichen:

  • Finde ein großes Freeride-Board, mindestens 75 cm breit. Große Boards bieten mehr Kontrolle und Stabilität als kleinere Boards. Du musst außerdem in der Lage sein, mit dem Board einen Schotstart (das Aufholen des Segels auf dem Wasser an der Aufholleine) durchzuführen.
  • Das Board sollte so kurz und leicht wie möglich sein und möglichst breit am Heck. Hier fallen oftmals die meisten alten Boards durch, da sie oft viel zu lang und schmal sind. Ein Leichtwind-Slalombrett hat in der Regel diese Eigenschaften.

Welche Finnenbox ist erforderlich?

Die Finnen-Box sollte eine deep Tuttle-Box sein, was dem Standard für Foils entspricht. Die meisten der neuen Slalom-Freeride-Boards sind inzwischen "foil ready", d.h. mit einer verstärkten Finnen-Box ausgestattet. Es sollte die Bezeichnung „Foil Ready“ bzw. „Foil-geeignet“ tragen, da nur diese Finnenboxen verstärkt sind und für die Belastungen des Hydrofoil-Surfens ausgelegt wurden. Andernfalls kann das Board dabei beschädigt werden.

Die Fußschlaufen

Die Position der Fußschlaufen ist beim Windfoiling sehr wichtig. Da deine Körperhaltung aufrechter ist als beim normalen Windsurfen, musst du deine Füße auf dem Board zentrieren, um eine bequemere Körperhaltung zu erreichen.

Einige Freeride-Boards haben bereits zusätzliche Footstrap-Einsätze mittig auf dem Board. Wenn nicht, kannst du deinen lokalen Surfshop bitten, einige neue Inserts auf deinem Board anzubringen. Im Zweifel es aber einfach versuchen, bevor du zum Akkubohrer greifst.

Die vordere Schlaufe ist sehr wichtig, da sie dich auf dem Board festhält. Einige Fahrer haben jedoch auch die Erfahrung gemacht, dass das Windfoiling ohne Schlaufen auch funktioniert.

Die hintere Schlaufe ist weniger wichtig. Wenn du gerade erst damit anfängst, empfehlen wir sogar, die hinteren Schlaufen komplett vom Board zu entfernen. Dies gibt dir mehr Flexibilität und die Möglichkeit, herauszufinden, wo du dein Gewicht setzen kannst und wo du deinen Fuß auf der Hinterseite des Boards platzieren musst.

Taste dich einfach langsam an das Thema heran und mache lieber kleine Schritte. Dauert zwar etwas länger, bringt dich aber sicher und ohne unnötiges Risiko ans Ziel.

Nach oben